Bericht von unterwegs: Alès – Robiac – Bessèges (2019)

Nach meiner Streckenwanderung von Severac-le-Chateau nach Rodez verlegte ich per Bahn nach Ales. Hier sollte meine nächste Streckenwanderung starten. Es geht auf die Strecke nach Besseges.

Der Bahnbetrieb nach Bessèges wurde im Jahr 1857 begonnen und im Juli 2012 ausgesetzt. Auf der von Alès kommenden Strecke gibt es nur noch Güterverkehr bis zu einem Unterwegshalt in Salindres. Der Abschnitt dahinter ist bis nach Bessèges ist damit seit 2012 ohne Zugverkehr. Entlang der Strecke gab es noch mindestens drei abzweigende Strecken bzw. kurze Streckenstummel. Diese waren nicht Teil meiner Untersuchung. Viel war hier ohne hin nicht mehr zu sehen. Die Region war hier früher von einigen Minen geprägt, die früh einen Bahnanschluß erhielten, daher gab es einige Verzweigungen.

Wegen des Güterverkehrs bis Salindres stehen von den 30 Kilometern Strecke knapp 21 Kilometer für eine Streckenwanderung zu Verfügung. Die 6 Tunnel der Strecke sind für eine zweigleisige Bahnlinie vorbereitet worden, die Strecke blieb jedoch immer eingleisig.

Leider war ich reichlich spät, da seit dem Ende des Personenverkehrs bereits 7 Jahre vergangen waren. Entsprechend stark war der Bahndamm bereits zugewachsen. Oft war über mehrere Kilometer kaum etwas von den Schienen zu sehen. Mehr schlecht als recht habe ich mich irgendwie durchgeschlagen und versucht meine Fotos zu machen. Schon im kommenden Jahr wird es weitgehend unmöglich sein längere Strecken zu Fuß auf dem Bahndamm zurück zu legen. Somit war das Jahr 2019 die letzte Gelegenheit.

Nach meiner Ankunft in Besseges wanderte ich noch für 3 Tage auf einer abzweigenden, durch die touristisch sehr aktive Region Ardeche, bis kurz vor Le Teil. Auf dieser ehemaligen Bahnstrecke ist zum größten Teil an Radweg errichtet worden. Der Radweg wird aktuell weiter ausgebaut. Durch den Radweg war es zwar einfach auch bei hoher täglicher Marschleistung stets auf der Bahnstrecke zu bleiben, viel zu entdecken gab es jedoch nicht mehr. Letzlich blieben nur manche Brücke und die Bahnhofsgebäude der einzelnen Orte als letzte Zeugen der Bahnlinie sichtbar. Die letzten knapp 10 Kilometer vor Le Teil sind znoch mit Schienen versehen, jedoch bereits start verkrautet. Vielleicht wird der Radweg später mal auf diesen Abschnitt ausgedehnt. Diesen zugewachsenen und unwegsamen Streckenabschnitt kurz vor Le Teil mußte ich leider auslassen. In den Monaten April oder Mai käme man hier wohl noch durch. Im Hochsommer dagegen war dies kaum noch möglich.

Über Nacht hatte es geregnet. Der trockene Platz markiert genau die Stelle, an der mein Zelt gestanden hat.
Der Bahnhof von Salindres. Bis hierher gibt es noch einen sporadischen Güterverkehr.
Einer der verlassenen Unterwegsbahnhöfe. Leider sehen alle Bahnhofe an der Strecke ebenso heruntergekommen und ungepflegt aus.
Die Strecke verfügt über mehrere Tunnel die für eine zweigleisige Strecke gebaut wurden
Ein weiterer Bahnhof an der Strecke: Der Bahnhof von Saint-Ambroix.
Die Trasse wächst mehr und mehr zu. Einige Stellen waren nur mit sehr viel Geduld zu meistern.
Ein ehemaliger Bahnübergang an der Strecke. Obwohl der Schienenverkehr nun seit 7 Jahren Geschichte ist, hat sie noch Niemand an die Demontage der Schranken gemacht.

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